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Submarien: Not A Robot?!
„[...] Ein Kollektiv aus fünf Diktatoren…“
So beschreiben sich die fünf Bandmitglieder um die kubanische Frontfrau Barbara Padron Hernandez der Submariens…
Aber Submarien? Was soll das bitte sein??...Dies ist die Übersetzung für den dunklen, feuchten Luftschutzbunker unter dem Marienplatz in Stuttgart, in dem sich die fünf jungen „Diktatoren“ trafen um zu proben.
Nach einem sensationellen Start im Jahr 2005 und mit zahlreichen Musikpreisen überschüttet, sollte man meinen, dass die Musiker aus Stuttgart nichts anderes im Kopf hätten als so richtig durchzustarten. Anders jedoch die Submariens: Das Ganze fühlt sich einfach nicht richtig an für die Band. Das ist nicht diese Art von Erfolg um die es ihnen geht. „Erfolg“ heißt für die Band weder ein Haufen CDs zu verkaufen noch ins Fernsehen zu kommen, es geht ihnen vielmehr darum sich ihre künstlerischen Freiheiten dann zu nehmen wann und wie sie es wollen. Das heißt genau die Art von Musik zu machen und diese dann auch genauso zu veröffentlichen wie sie es sich als Band vorstellen. Sich in keinster Weise niemandem verpflichtet zu fühlen, das ist ihr Credo…
„Wenn man dann aus eigener Kraft ein gutes Album gemacht hat, das vielleicht nicht nur uns selbst, sondern auch anderen Menschen etwas Kraft gibt, dann ist das ein Erfolg“
Doch Anfang 2008 kam der Wendepunkt: Die Band fühlt sich ausgebrannt, müde und leer. Sie wollen nicht mehr im Studio stehen…wissen einmal nicht mehr genau wer sie eigentlich sind und wo sie sich musikalisch hinbewegen wollen. Sie brauchen eine Auszeit von all diesem Rummel, und was taten sie? Sie suchten sich eine abgelegene Berghütte irgendwo in Österreich auf der sie drei Monate lang Tausende von jamsessions abhielten, diskutierten und lange Gespräche führten. Heraus kam, dass alle nicht gewollten Titel ohne jegliche Bedenken aus dem Programm geschmissen wurden was schließlich der erste richtige Schritt in Richtung Album war. Diese Selbstfindung zeigte sich auch nicht nur am erfrischend anders klingenden Album, sondern zeigte auch seinen Einfluss auf die Persönlichkeiten einiger Bandmitglieder „danach waren wir selbstbewusst genug, unseren eigenen Weg zu gehen“. Dabei verfolgen sie, in allem was sie tun eine bestimmte musikalische Vision, jedoch eine die sehr schwer in Worte zu fassen ist! Dennoch ist es ihr Ziel etwas Großes entstehen zu lassen, etwas was ihr Publikum genau trifft!
„Vielleicht gehen wir deshalb weniger song-orientiert an die Musik heran, sondern eher atmosphärisch.“
Heute hält es die Band nicht mehr für nötig jedem zugefallen …sie will sogar polarisieren….ihnen ist es wichtiger ihre Authentizität zu bewahren, Emotionen zu transportieren und einfach sie selbst zu sein. Deswegen lassen sich die Submariens auch viel Zeit, wenn es darum geht neue Songs zu entwickeln. Ihre Songs selbst beschreiben sie als eine Vereinigung von Melancholie und Harmonie und der bestimmten Herangehensweise ihrer Sängerin, welche natürlich auch ihren eigenen Stil mit einbringt.
Es ist ihnen offen gesagt wurscht von Mainstream-Hörern gesagt zu bekommen sie seien nicht kommerziell genug und für die anderen nicht alternativ genug zu sein….es juckt sie einfach nicht: „[...] vielleicht klingen wir ja am Ende genau richtig!“
Dennoch gibt es noch immer Platz für eine musikalische Entwicklung nach oben meinen die Submariens:
„Es wäre doch schrecklich, wenn wir in fünf oder zehn Jahren sagen müssten: „Wir würden heute alles genauso machen.“ Das hieße nur, dass wir nichts dazugelernt haben.“
Darum nannten sie auch ihr neustes Album „Not A Robot“, was für all das stehen soll, was die Submariens nicht sein wollen: „Seelenlos, vorhersehbar, sklavisch und mechanisch Arbeiten ausführend“ das ist die Grundhaltung der Band, die auch am besten das Album widerspiegelt.
„Eine organische Atmosphäre war uns wichtiger als ein steriles, klinisches Produkt. Des halb ist es auch nicht schlimm, wenn man mal ein Nebengeräusch oder einen Saitenanschlag hört, hauptsache das Feeling stimmt.“
Die Frage nach ihrer Inspiration beantworten die fünf Band-Mitglieder ganz simpel: „[..] es gibt wohl keine vorgefertigten Inspirationen außer aus dem Leben selbst“.
Der Drang nach künstlerischer Freiheit brennt sich so tief in die Köpfe der einzelnen Bandmitglieder ein, dass sie sich kurzum dazu entscheiden aus ein eigenes Label zu gründen, um diese Freiheit gewährleisten zu können.
Die Submariens lassen Musik einfach Musik sein. „Not A Robot“, wie es der Albumtitel verrät soll sich nur auf Musik besinnen…so ruhig, einfühlsam und organisch sie sich als Band sehen, genauso ruhig und atmosphärisch beginnt auch ihr Album. Der Song „Remaining“ wurde nicht nur bewusst als Einstieg in das Album ausgewählt, die Submariens spielen dieses Lied auch am Anfang all ihrer Konzerte…um das Publikum in eine besonders ruhige Stimmung zu versetzen. Aber es sind nicht nur die leisen Töne, die die eigentliche Rockband spielen kann, Songs wie „Don´t Fuck With Me“ verraten ihr breites Spektrum an Vielseitigkeit….aber lasst euch selbst von den Diktatoren überzeugen und hört einfach mal rein!
Hier geht es zum MySpace von "Submarien"
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