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| insgesamt angesehen: 110 - Antworten insgesamt: 3 |
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| ERSTELLT VON: Ben_Uruha an 03/09/2009 11:48:35 |
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Hier könnt ihr eure Meinungen zu Filme mitteilen...ob gut oder schlecht, ganz egal, hauptsache begründet, so dass man drüber diskutieren kann. Shurayukihime - Lady Snowblood (1973) von Toshiya Fujita offizielle inhaltsangabe: Yuki (Meiko Kaji) kennt nur eines: Töten! Nachdem ihre Mutter einst von sadistischen Ganoven misshandelt wurde, soll sie für Vergeltung sorgen. Von Kindesbeinen auf wird Yuki zur tödlichen Killermaschine ausgebildet, und in ihrem Herzen lodert das Verlangen nach blutiger Rache an den Peinigern ihrer Mutter... diese zusammenfassung klingt zugegeben ziemlich flach, daher möchte ich erstmal ein paar sachen richtig stellen. die ganoven hatten es nicht nur auf yukis mutter abgesehen, sondern töteten auch ihren halbbruder und den mann ihrer mutter. zudem taten sie es nicht nur aufgrund ihrer sadistischen ader, sondern um die bürger zu täuschen, in dem sie den mann nicht für den neuen lehrer hielten, der er war, sondern bewusst als einen mann der regierung darstellten, der soldaten einziehen will. dabei steckten die 'ganoven' sich die gebühren der armen bauern ein, die sich von der tätigkeit als soldat freikauften. es ist also eine kritik an die regierung zu erkennen, die im laufe des filmes noch ausgedehnt wird, es sind oft armenviertel zu sehen und angewandte korruption. im zweiten teil von lady snowblood wird dieses thema noch deutlicher. doch dadrum geht es yuki nicht, ihr geht es einzig um vergeltung. zum zeitpunkt ihrer geburt übertrug ihre mutter ihr ihren geist und gab ihr die bestimmung des rachedämons im körper eines wunderschönen mädchens, um das, was ihrer familie angetan wurde, zu vergelten, wofür sie bis zu ihrem 20. lebensjahr ausgebildet und trainiert wird. so wird sie den ganzen film über als unbezwingbarer racheengel dargestellt, der weder von schusswaffen noch unzähligen gegnerscharen aufgehalten werden kann. hier glänzt der film mit der perfekten besetzung seiner hauptfigur, man nimmt meiko kaji mit einem einzigen blick in die augen ab, dass sie tatsächlich zu dem fähig ist, das sie tut. in wenigen, aber intensiven emotionalen szenen wird deutlich, dass yuki trotz ihrer bestimmung und ausbildung menschlicher ist als alle ihre gegner zusammen. wie dieser kontrast schon zeigt, ist weiterer glanzpunkt des filmes der tolle stil, der selbst nach 35 jahren noch wirkt und nichts an reiz verloren hat. weder in visueller noch in erzähltechnischer sicht, gepaart mit einem perfekten timing, welches man besonders bei den geschickten wechseln zwischen gegenwart und erinnerung/vergangenheit merkt. auch spannende wendungen in der handlung werden zu den richtigen zeitpunkten gesetzt. hinzu kommen künstlerische, gemäldegleiche bilder, tolle kameraeinstellungen, die gnadenlos auf den vorgang der beseitigung ihrer gegner durch ihren einzigartigen kampfstil raufhalten, vom meterweit spritzenden blut betropfte kameralinsen, bei dem finalen kampf wird der schnee durch das blut rot gefärbt, selbst die vom himmel fallenden flocken werden zeitweise rot. getragen werden diese bilder von wunderschöner, atmosphärischer musik, die teilweise von meiko kaji selbst eingesungen wurde (the flower of carnage, inzwischen auch ein klassiker), die zwischendurch öfters mal aussetzt, um den zuschauer mit den bildern alleine zu lassen, wobei man wieder den tollen rythmus von toshiya fujitas meisterwerk merkt. lediglich in der psycholgischen ausarbeitung merkt man dem film sein alter an, da kann er mit aktuellen titeln wie kill bill (mist, jetzt hab ich diesen vergleich doch drin) nicht mithalten. nichtsdestotrotz wird der film seinen klassikerstatus mehr als gerecht und ist selbst für genreunerprobte menschen absolut sehenswert. 94 %   
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I want to escape to other worlds and other ages. Leaving this world far behind.
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Wow, sehr umfangreiche Review. Also nachdem, was ich bisher gelesen habe, finde ich diesen Film sehr interessant. Die Optik spricht mich vor allem an. Du scheinst einen interessanten Filmgeschmack zu haben - mehr davon! lg Tobi
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| ERSTELLT VON: Ben_Uruha on 03/09/2009 12:52:25 |
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Ja, viele finden den Film ja besser als Kill Bill...Wobei ich das nich so gerne vergleiche. Mehr kannst du haben ^^ Innocent Blood (1992) von John Landis ofdb Inhaltsangabe: Marie ist die weibliche Antwort auf Dracula. Sie lebt in Pittsburgh und hat besondere "Essensvorlieben". Die Vampirin bevorzugt nämlich Italiener. Und da diese recht häufig bei der Mafia vertreten sind, kommt es dort bald zu vielen ungeklärten Todesfällen. Eines Tages trifft sie auf den Undercover-Cop Joe und verliebt sich sofort in ihn anstatt ihn zu verspeisen. Als Marie den Mafiaboss verspeisen will, wird sie gestört und dieser entkommt. Da er jetzt auch ein Vampir ist, will er eine scheinbar unbesiegbare Vampir-Mafia schaffen. Nun müssen Marie & Joe ihn aufhalten... ob der film das, was ich ihn unterstelle, wirklich beabsichtigt hat, weiss ich nicht, doch bei mir funktioniert er jedenfalls so...es ist ein film, der insgesamt recht billig wirkt, er kommt eigentlich wie ein b-movie rüber, was man sich bei John Landis aber eigentlich gar nicht als gewollt vorstellen kann. jedenfalls verzichtet der film auf jeglichen schnickschnack...er gebraucht weder bullet-time-effekte noch irgendwelche supermutantenultravampire, mischlinge oder sonstwas besonders 'originelles', sondern handelt einfach von ganz normalen, klassichen vampiren, wodurch sich der film von den üblichen, glattpolierten hollywoodvampirproduktionen abhebt und seit langem mal wieder richtige vampiratmosphäre aufkommt. somit hat der film auch die stärken, die dieser mythos mit sich zieht...es ist diese düstere romantik, das sehnen nach dem entkommen aus der isolation, die durch kuschelig-nächtlich-verschneite schauplätze untermalt wird, die dann, wenn sie gar droht harmonisch zu werden, durch die gier nach blut zerstört wird und von den zwängen, die durch die vampirische natur entstehen, unterbrochen wird. dieser abwechselnde rythmus zieht sich durch den ganzen film und hält die spannung, wenngleich es nie einen richtigen spannungsbogen gibt und die story leicht vorraussehbar ist. durch gelegentliche szenen, in denen monsterklassiker in schwarz weiss wie godzilla, king kong und natürlich dracula im hintergrund zu sehen sind, bekommt der film eine nostalgische note, welche durch die verarbeitungen von allen gängigen vampirklischees verstärkt wird, wodurch der film mitunter reichlich komik beinhaltet, aber zum glück nie albern wirkt... so kann man die eindimensionale darstellung der menschlichen zivilisten, der presse, der justiz, der gesetzeshüter durchaus als kritik an die menschheit sehen, wozu es ja auch passt, dass die menschen sich von den schon angesprochenen monsterfilmen unterhalten lassen, während sie sich dann bei tatsächlichen, realen konfrontationen mit diesen wesen hinter ihrer ignoranz verstecken und sich erklärungen einfallen lassen, die letztendlich viel hanebüchener sind, als es die akzeptanz der existenz dieser vampirischen erscheinungen wäre... die vampirin Marie ist im gegensatz dazu mit recht viel tiefe versehen...ihre figur ist bedauernswert tragisch. bei all ihren stärken und ihrer offensichtlichen überlegenheit gegenüber den menschen, die sie mit ihrer lasziv-koketten art reihenweise um den finger wickelt, ist sie den eigenen zwängen und einschränkungen, die durch ihr sein als vampirin entstehen, unterlegen. sobald sie etwas gefunden hat, das sie liebt und schützen will, muss sie es zerstören oder abstoßen, um es durch ihren blutdurst nicht zu gefährden. diese innere zerissenheit hätte der film noch viel besser und weiter ausbauen können, tatsächlich kriegt die hauptfigur Marie aber gar nicht so sehr viel aufmerksamkeit, wie es eine hauptfigur wie sie eigentlich verdient hätte, sondern teilt sich ihre zeit gerecht mit dem handlungsstrang um den mafiaboss, der zwar ein gelungener und amüsanter gegner und erzfeind ist, aber weit weniger potential hat. auch das ende, das dann leider doch ziemlich hollywoodmäßig daher kommt, kann man dem film negativ anrechnen, ändert aber nichts dadran, dass unterm strich ein unterhaltsames filmerlebnis bei raus kommt, das auf vampirischer ebene sehr zu überzeugen weiss. 70 % 
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| ERSTELLT VON: Ben_Uruha on 03/16/2009 14:34:32 |
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Und weiter gehts...
Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche (2005) von Tim Burton ofdb inhaltsangabe: Victor soll morgen heiraten, doch er kennt seine zukünftige Frau noch nicht: Heute abend soll er Victoria aber endlich kennen lernen und eine Probehochzeit absolvieren. Dafür hat er schon mal einen wunderschönen Ring gekauft. Doch auf Grund seiner tollpatschigen Art vermasselt er sie, woraufhin er die Trauung erstmal alleine üben muss. Dafür geht er in den Wald, spricht sein Gelübde vor sich hin und steckt den Ring an einen alten Ast. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, an was er den Ring da wirklich gesteckt hat. Es war die Hand einer Frauenleiche, die plötzlich wieder quicklebendig ist, Victor nun für ihren Mann hält und ihn mit ins Totenreich nimmt. Dieser ist alles andere als begeistert und muss sich nun einen Weg überlegen, wie er wieder auf die Erde kommen kann... mit Corpse Bride hat Tim Burton nach 'Edward mit den Scheerenhänden' und 'Sleepy Hollow' mal wieder bewiesen, dass er wahrlich meisterhaft märchen erzählen kann. in diesem film stimmt einfach alles...das viktorianische zeitalter des 19. jahrhunderts biete die optimale grundlage für dieses düstere, gesellschaftskritische schauermärchen, welches in einer atemberaubenden optik dargeboten wird. die puppen sind bis in die kleinsten nebenrollen liebevoll modelliert und wurden durch die aufwändige stop-motion-technik perfekt und völlig flüssig zum leben erweckt, gliedern sich nahtlos in die schauerhafte umwelt ein, die von altenglischer architektur, verschneiten gruselwäldern bis hin zur hölle gekennzeichnet ist. besonders die animation des schleiers der leichenbraut ist sehr beeindruckend. hinzu kommt die wunderschöne, atmosphärische musik von Danny Elfman, die das märchen jederzeit passend und einmalig charakteristisch untermalt und dem ganzen endgültig leben einhaucht. wenngleich auch die synchronisationen der puppen, in der original version, wie auch in der deutschen, sehr gelungen sind, wäre der film, alleine mit der tonspur der instrumentalmusik unterlegt, ein optisch und akustisch berauschendes, schauriges erlebnis. dem film merkt man von der ersten bis zu letzten szene an, dass er was ganz besonderes ist. am anfang entlässt Victor einen schmetterling aus seinem zimmer, welcher mit seiner farbintensiven blauen erscheinung durch die viktorianische stadt fliegt und aufzeigt, wie trist und grau, gewohnheitsgesteuert das leben doch ist. das einzige, was in der gesellschaft zählt, ist das geld und das ansehen bei den anderen, die eigene individualität ist völlig nichtig. so kann man die staturen der eltern...Victorias Mutter ist hager, ihr Vater ist dicklich, Victors Mutter ist ründlich, sein Vater ist dünn...als zeichen dafür nehmen, wie gegensätzlich die beiden familien sind, aber auch wie gering die harmonie in den einzelnen familien schon grundsetzlich ist. Victoria und Victor hingegen haben beide eine recht normale figur, ihre namen sind ähnlich, und so verwundert es nicht, dass sie sich, obwohl sie sich vor ihrer hochzeit gar nicht kannten, bei ihrem ersten treffen zufällig sehr sympathisch sind. im krassen kontrast zu der langweiligen, intriganten, einheitlichen welt der lebenden, ist die welt der toten bunt und in neonfarben gehalten, die skelette tanzen und singen brüderlich fröhliche lieder. doch die lebende welt ist noch nicht völlig verloren, denn als die toten auf die erde zurück kamen, wurde auch diese von einem grell-grünen schimmer bedeckt. interessant ist hierbei der zeitpunkt, an dem dieser schimmer verschwindet, sollte man unbedingt mal drauf achten. all dies ist verpackt in einer wunderschönen, herzerweichenden, herrlich naiven, humorvollen liebesgeschichte um den trotteligen Victor, der schüchternen Victoria und der melancholisch-tragisch-lebensfrohen Leichenbraut, in der lediglich die gelegentlichen gesangspassagen, abhängig vom persönlichen musikgeschmack, etwas nerven könnten, die aber zu keiner zeit aufgesetzt wirken, sonder flüssige übergänge zu den normalen dialogen haben und völlig passend sind. 96 % 
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Es ist mir ein Rätsel, dass die Satire und die Komik so einen Spaßfaktor ausmachen, der hier im Retroweltall und Analysensystemen auf Media treffen. Eis und Britney, Film und Speed sind wie ein Quadrat. Die Pille ist für uns nicht wirklich wichtig, denn alles was wir brachen, ist unsere Community – die einzig wahre Lebenshilfe auf diesem roten kleinen Planeten. Nein, natürlich blau.
Zum Abschluss können wir nur anbieten, dass ihr Euch im Getümmel von Videos Fakts überdurchschnittlich durchschnittlichen Ereignisses sich ein jeder hingeben muss.
Music ist unser Lebenselexier – wie siehts denn bei Dir aus? Wenn Du es brauchst, dann bist Du hier genau richtig. Peter Pan war gestern, auch Nintendo schreiben wir hier ab – Kult ist, was blutig ist. Wir saugen dich aus.
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